62. Salon Europa - Als ich schaute was ich sah staunte ich nicht schlecht

Freitag, 29. Januar 2010 - 20:00
Als ich schaute was ich sah staunte ich nicht schlecht.- Rolf Steiner

Rolf Steiner liest aus seinem neuen Buch mit dem gleichnamigen Titel und stellt sein neues Abonnement-Projekt "Der Tag X" vor.
Zum Buch: Klappentext, gekürzte Fassung

Es hat sich bestätigt, was ich auf der gestrigen Fahrt zum Starnberger See befürchtet hatte, als ich durch die Windschutzscheibe die vorüberziehende Landschaft betrachtete und vergeblich versuchte ein paar Sätze auf der Palette meines Wortschatzes anzumischen: Nämlich nackt und bloß, ohne das sonst übliche geistige Handwerkszeug – seien es eine wahre oder erfundene Geschichte, philosophische Überlegungen oder subjektive Befindlichkeiten, kurz, all das, aus dem gewöhnlich der Stoff des Schreibens gemacht ist – vor einem Berg, einem Haus, einem Baum, einem Waldrand zu stehen! 

Der Autor hat sich in ein heikles Unternehmen gestürzt: Inspiriert von Carl Philipp Fohr, einem der größten Talente der romantischen Malerei, der kurz in München studierte und von dort eine Wanderung nach Venedig unternahm, bevor er 1818 im Alter von 22 Jahren in Rom im Tiber ertrank, fertigt er Skizzen vom Alpenvorland und einer Fahrt nach Venedig an, mit dem Unterschied, dass er nicht nach der Natur zeichnet, sondern schreibt.
Neben den literarischen Skizzen enthält das Buch ein Journal, in dem der Autor das Verhältnis von Zeichnen und Schreiben reflektiert, sowie eine dreiteilige Erzählung, in der C. P. Fohr als alter Ego des Autors auftritt.

Rolf Steiner arbeitet sowohl als Schriftsteller, wie auch als Bildender Künstler. Neben Romanen, Erzählungen und Essays stellt er in Zusammenarbeit mit Künstlern Mappenwerke, bibliophile- und Künstlerbücher her.

www.rolf-steiner.de

19.00 Uhr Buffet
20.00 Uhr Lesung

Veranstaltungsort:
Harzgeroder Weg 4
51061 Köln-Höhenhaus
Haltestelle Linie 4, Im Weidenbruch

Private Veranstaltung, nur mit persönlicher Einladung.